Pressenachricht 08/2012

pressebild
Pressebild Deutscher Gründerpreis

Zurück

Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Im September findet in Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Frauenquote statt. Das Thema wird aus wissenschaftlicher und politischer Sicht diskutiert. Gelanden sind die Stipendiaten und Alumni der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der EliteAkademie.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Unternehmen mit Frauen in der Führungsetage erfolgreicher wirtschaften und innovativer sind. Wer Vielfalt nicht fördert, verschenkt also wertvolles Potential. Aber warum sind dann nur 3,2 Prozent der Vorstandsposten in den 200 größten Unternehmen Deutschlands mit Frauen besetzt? In anderen Berufsfeldern, etwa in der Wissenschaft oder im Journalismus, sind die aktuellen Zahlen nicht viel besser.

Die Glasdecke, die hochqualifizierte Frauen daran hindert, an die Spitze zu gelangen, muss durchbrochen werden – darüber besteht Einigkeit. Doch der Weg dorthin ist weiterhin umstritten. Die einen sehen in einer festen Frauenquote die Lösung des Problems, die anderen machen sich für eine gesetzliche Flexi-Quote stark und fordern, dass sich Unternehmen selbst auf eine verbindliche Frauenquote für Vorstand und Aufsichtsrat festlegen. Wieder andere lehnen jede gesetzliche Quotenregelung kategorisch ab. Bringt eine Quote die Lösung? Oder sind die aktuellen Verhältnisse den schlechten Rahmenbedingungen in Deutschland geschuldet – wären ausreichend  Krippenplätze und flexible Arbeitszeitmodelle womöglich wichtiger? Welche Instrumente haben sich bewährt, um Berufskarrieren von Frauen wirkungsvoll zu fördern und mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen?

Die Fishbowl-Runde mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wird das kontroverse Thema vertieft diskutieren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Standpunkten, Fragen und Anregungen aktiv in die Debatte einzubringen.


Es diskutieren:

Prof. Dr. Jutta Allmendinger, korrespondierendes Mitglied der BAdW, ist seit 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Nadja Hirsch, Psychologin und FDP-Politikerin, ist seit 2009 Abgeordnete im Europäischen Parlament und seit 2012 Erste stellvertretende Vorsitzende im dortigen Ausschuss für Beschäftigung und Soziales.

Oliver Jörg, Rechtsanwalt, ist CSU-Kreisvorsitzender Würzburg-Stadt, Mitglied des Bayerischen Landtags und seit 2011 Vorsitzender des dortigen Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur.

Andrea Prehofer studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an der TU München und leitet heute bei Siemens die weltweiten Bereiche Talent Acquisition und Personalentwicklung. 

Moderation:

Gisela Maria Freisinger ist Autorin des manager magazins. Sie ist Mitunterzeichnerin von ProQuote, einem Aufruf an die deutschen Chefredakteure, Intendanten, Herausgeber und Verleger zur Einführung einer Frauenquote journalistischen Führungspositionen.

Zurück