Linda Richter, 14. Jahrgang

„Elite- ich? Nein, das sicher nicht, “ dachte ich mir, als ich zum ersten Mal den blauen Flyer in den Händen hielt. Also legte ich ihn zur Seite und zog es nicht einmal in Erwägung, mich bei der Bayerischen EliteAkademie zu bewerben. Heute bin ich glücklich, dass ich meine Vorbehalte abgelegt habe und mich dennoch bewarb. Mir hätte kaum etwas Besseres passieren können.

Zu meiner Person: Ich bin sozusagen ein Spätzünder und habe mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg erworben. Mit 15 verließ ich die Hauptschule und absolvierte dann zwei Ausbildungen: die erste zur Floristin und die zweite zur Speditionskauffrau. Nach den darauffolgenden drei Jahren an der Berufsoberschule hatte ich endlich meine Hochschulzugangsberechtigung erworben, woraufhin ich in Bayreuth Internationale Wirtschaft und Entwicklung studierte. Seit Studienbeginn bin ich Mitglied einer Studentenorganisation, die sich mit Themen rund um nachhaltiges Wirtschaften beschäftigt; zwei Jahre war ich dort Vorstand. Außerdem engagierte ich mich in meinem recht jungen Studiengang in der Erstsemesterbetreuung.

Ich immer noch auf der Suche nach dem richtigen Weg für mich, doch was ich weiß, ist dass ich einen Beitrag in dieser Gesellschaft leisten will. In meiner späteren Tätigkeit will ich wissen, dass meine Arbeit sinnvoll ist, dass sie zu einer Verbesserung beiträgt. Ich will zu meinen Werten stehen und andere dazu inspirieren. Das ist das, was mich als Person ausmacht und das mir auch geholfen hat, in die Bayerische EliteAkademie aufgenommen zu werden. Alles, was ich während meines Studiums gemacht habe, habe ich mit einer aufrichtigen Begeisterung getan - ich wollte etwas beitragen. Nie hatte ich im Hinterkopf, dass ein ehrenamtliches Engagement oder ein Stipendium gut für die Karriere sein könnte.

Der Wunsch, etwas besser zu machen, voranzutreiben und so einen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten, treibt viele von uns Stipendiaten der Bayerischen EliteAkademie an. Für mich ist und war es eine unglaublich bereichernde Erfahrung, mit solchen Menschen mehrere Wochen verbringen zu dürfen. Viele zählen mittlerweile zu meinen engsten Freunden.

Die drei Präsenzphasen haben mich zum Positiven verändert. Während dieser Zeit profitiert man von vielen herausragenden Seminaren zu Themen wie Korruption, Wirtschaftskrise, Persönlichkeitsentwicklung oder Konfliktmanagement. Der Jahrgang wächst während dieser Zeit sehr zusammen und die Lernintensität wird noch größer. Man reflektiert das Gelernte, aber auch sich und die anderen. Für mich war es eine sehr intensive Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

In den Kamingesprächen bekommt man die Gelegenheit, bedeutende Führungspersonen live zu erleben und Fragen zu stellen. Viele haben mich sehr beeindruckt und ich habe auch gelernt, meine Scheu ihnen gegenüber ein wenig abzulegen. In der Projektarbeit hat man die Chance, mit hochmotivierten Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammenzuarbeiten. In meinem Projekt erarbeiteten wir zusammen mit einem Partnerunternehmen einen Maßnahmenplan, der auch seine Anwendung finden wird.

Für die Auslandsreise ging es eine Woche lang nach Brüssel, wo wir die europäischen Institutionen hautnah erleben durften. Wir hatten die Gelegenheit, mit verschiedenen Protagonisten der europäischen Politik zu diskutieren und ihren Arbeitsalltag kennenzulernen. Natürlich fehlte auch nicht die Möglichkeit, die Stadt mehr zu erkunden.

Von dem Mentorenprogramm profitiere ich immer noch. Mehrmals im Jahr treffe ich mich mit meiner Mentorin und bespreche nicht nur, was momentan bei mir anfällt, sondern arbeite auch an mir. Meine Mentorin ist auf Management Coaching spezialisiert und im Rahmen meiner Mentorenschaft komme ich in den Genuss ihrer Arbeit.

Natürlich kommt während der ganzen Zeit der Spaß nicht zu kurz: sei es in den freien Stunden, in denen man noch mit den anderen zusammensitzt und wie so oft nicht so früh ins Bett kommt, wie man sich eigentlich vorgenommen hatte, sei es auf der Auslandsreise, wo den lokalen Bars etc. natürlich auch ein Besuch abgestattet werden muss oder sei es zwischen den Präsenzphasen, wenn man sich zum gemeinsamen Grillen, Feiern oder auf einen Theaterbesuch trifft.

Die EliteAkademie ist eine wirklich prägende Erfahrung. Wenn Du also etwas positiv gestalten zu willst, wenn Du dich mit Leidenschaft für Dinge engagierst, die Dir wichtig sind, wenn Du Deine Wertevorstellung später auch in einer Führungsposition vertreten möchtest, dann zögere nicht, dich bei der EliteAkademie zu bewerben.