Im Herbst 2016 führte die AuslandsAkademie für den 17. und drei Teilnehmer aus dem 16. Jahrgang zunächst nach Vietnam und dann nach Shanghai, Qingdao und Peking in China. Start der Reise war Hanoi, wo die Gruppe die Fertigung von van Laack besuchte und Gelegenheit bekam, mit dem Management zu sprechen. Sie lernte außerdem authentisches, vietnamesisches Landleben in Song Cong kennen und die Arbeitsfelder der Deutschen Botschaft in Hanoi. Weitere spannende Stationen waren das Goethe Institut sowie Gespräche mit Marc Wachter von Messer Gase und Björn Koslowski von der Außenhandelskammer. Ein Abendessen im Ausbildungsrestaurant KOTO mit Moritz Michel von der Hanns-Seidel-Stiftung bildete den Abschluss der Zeit in Hanoi.

Weiter ging es nach Shanghai. Dort folgte auf eine Besichtigung des futuristischen Automobilmuseums in Anting und ein Gespräch mit Chen Yi, Professor an der Tongji-Universität, eine Fahrt in das Wasserdorf Zhajiajiao. Eine Stadttour durch Shanghai mit einem Besuch des Stadtmuseums, der Altstadt und des Beamtengartens sowie eine Fahrt auf dem Fluss vorbei an der beeindruckenden Skyline Shanghais zeigte den Teilnehmern die Vielfalt und die Ausmaße der chinesischen Megacity. Als Firmenbesuche standen die Standorte von Wacker und Linde auf dem Programm.

Eine besondere Tradition ist auch der Besuch an der Universität Qingdao. Die Teilnehmer wurden dort von der Dekanin Frau Prof. Bian und Frau Prof. Chen von der interkulturellen Fakultät herzlich empfangen. Von Qingdao ging es weiter nach Peking. Dort nahm Alumnus Sebastian Linack die Studierenden in Empfang und führte sie durch die Verbotene Stadt, über den Kohlehügel und den Platz des himmlischen Friedens zur Qianmen Straße und in das Dashilan Viertel.

Dr. Suixin Zhang von VW referierte im Hotel darüber, wie sich die Politik des „new normal“ in China entwickelt und beantwortete intensiv Fragen zu wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen.  In der Deutschen Botschaft in Peking informierte Dr. Christophe Eick, Gesandter in der Deutschen Botschaft, über die bedeutsamen Aufgaben des Auswärtigen Amtes. Nicht nur politische Kontakte zwischen Regierungen und Parlamenten werden gepflegt, sondern auch der intensive Austausch mit der Welt in Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie, Umwelt, Entwicklungsfragen und vielen weiteren Themen. Konkrete Einblicke in das wirtschaftliche und politische Leben vor Ort erhielten die Studierenden bei einem Besuch bei Siemens Management Consulting und einem Abendessen mit chinesischen Altstipendiatinnen und Altstipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung.

Gegen Ende der AuslandsAkademie warteten noch einige Highlights auf die Teilnehmer: Spannende Einblicke in das Management der Vertriebsregion China der BMW Group, ein Besuch der Tsinghua Universität, des angeschlossenen umfangreichen Maker Spaces und eine Fahrt zur Großen Mauer.

Mit Einblicken und konkreten Erfahrungen in die und in der vietnamesischen und chinesischen Kultur wirkt diese AuslandsAkademie in vielen Bereichen nach. Erkenntnisse über wirtschaftliches Denken, die Rolle von Politik und Staat und nicht zuletzt persönliche Begegnungen mit Lebenskonzepten und Meinungen prägen und formen ein umfassenderes Bild von Vietnam und China, das immer wieder neu zur Hinterfragung anregt und auffordert.